GUATEMALA – Rezept für ein guatemaltekisches Frühstück

28 02 2008

 

 

Zutaten & Zubereitung

Bohnen

 

  • Schwarze, kleine Bohnen
  • Salz
  • Knoblauch
  • Wasser

Man gibt in einen Topf (am besten in einem Schnell-Kochtopf) etwa bis zur Hälfte Bohnen und füllt ihn dann bis zum Maximum mit Wasser auf. Dazu gibt man etwa 2 Esslöffel Salz und eine Zehe Knoblauch und lässt das ganze Kochen bis das ganze Wasser von den Bohnen aufgesaugt wurde. Danach sollten die Bohnen weich sein, wenn nicht, noch mehr Wasser hinzugeben und weiterkochen. 

Die Bohnen sind dann schon genießbar, jedoch sind sie püriert noch besser. Nach dem Pürieren sollte man sie noch weiter erhitzen und umrühren, bis das ganze zu einem guten Brei geworden ist.

Tortillas

 

  • Maseca
  • etwas Öl
  • Wasser

Tortillas sind ebenfalls ein Grundnahrungsmittel und ein Markenzeichen für Mittelamerika. Am besten kauft man ein Maismehl (Maseca), weil es viel einfacher ist, als die Maiskörner in der Mühle zu zermahlen. Zu dem Maismehl gibt man so viel Wasser und vermischt es, bis das ganze zu einer zähen Masse geworden ist. Sie darf nicht klebrig sein, aber auch nicht mehr sehr trocken. Danach macht man daraus etwa 3 cm große Kugeln und klatscht dann die Hände darauf zusammen und formt so die Tortillas. Die Technik benötigt viel Übung, bis die Tortillas wirklich gut werden. Deshalb kann man die Kugeln auch einfach mit einem in entzweigerissenen Plastiksäckchen und mit 2 Küchenbrettern quetschen und so fast zu dem gleichen Resultat kommen.

Die Tortillas werden dann auf einer heißen Eisen- oder Stein-Platte (Plancha) aufgelegt. Man kann etwas Öl auf die Platte geben, damit sie nicht ankleben. Wenn man keine so eine Platte hat, kann man sie auch mit ganz wenig Öl in der Pfanne backen. Man muss sie etwa 4-mal umdrehen und dann sollten sie auf beiden Seiten angebräunt sein. Wer zu faul für Tortillas ist, nimmt einfach normales Brot, aber eigentlich gilt das nicht. 

 

Eier

 

  • Eier (1-2 pro Person)

Die Eier werden meistens wie bei uns wie eine Eierspeise verrührt und rausgebraten. Manchmal gibt man auch klein geschnittene Tomaten hinzu.

Platanitos

 

  • Platanos (= große Kochbananen)
  • Öl

Gebratene Platanos dürfen bei einem Chapin-Frühstück auch nicht fehlen. Dazu werden die Platanos geschält, einmal der Länge nach und ein- bis zweimal geteilt, sodass man so 3-5 cm große Stücke hat. In einer Pfanne werden sie in heißem Öl rausgebraten, bis sie etwas braun-schwarz sind. Falls man keine Platanos besorgen kann, kann man es auch mit normalen Bananen versuchen, aber ich habe damit keine Erfahrung und entziehe mich jeder Verantwortung.

Serviervorschlag

 

Natürlich darf bei dem guatemaltekischen Frühstück der Kaffee nicht fehlen. Hier wird der Kaffee immer sehr leicht gemacht und ist für Europäer sehr ungewohnt.

 

Die Bohnen, Eier und Platanos werden dann auf einem Teller zusammen serviert. Meist gibt es noch „Crema“ (so etwas wie Sauerrahm) und weichen Käse dazu. Die Tortillas werden separat in einer Stoff-Serviette eingewickelt dazu gegeben. 

Buen Provecho!

 

Rellenitos

 

Rellenitos sind kleine, süße Nachspeisen aus einer Bananenmasse (Platanos) gefüllt mit Bohnen. Sie sind relativ einfach zu machen und werden zu allen möglichen Gelegenheiten gegessen – nach dem Essen oder einfach so zwischendurch. 

In Guatemala kann man sie zu einem Preis von Q 1 bis Q 3 auf der Straße oder in Läden kaufen. 

 

Um 25 Rellenitos herzustellen benötigt man:

 

  • 10 Platanos
  • ½ libra schwarze Bohnen (püriert)
  • 1 Tasse (Sonnenblumen-)Öl 
  • Salz
  • Zucker

 

Kochen der Platanos mit Schale in einem Topf. 

Schälen der Platanos und daraus eine Masse herstellen.

Bohnen müssen, wenn sie noch in Körnern sind erst weich gekocht und dann püriert werden. Danach in einem Topf oder Pfanne weiter erhitzt und umgerührt werden bis das ganze eine zähe Masse geworden ist. Man kann die Bohnen auch so fertig in der Dose kaufen (Frijoles volteados)

 

Aus der Platanos-Masse wird etwa wie ein kleiner Tortilla eine handgroße Scheibe gefertigt (etwa 10cm Durchmesser) und in der Mitte wird ein etwa ein Löffel Bohnen gegeben und das ganze dann zusammengefaltet. 

 

In einer Pfanne muss das Öl zum Kochen gebracht werden und darin werden dann die Rellenitos auf beiden Seiten herausgebraten bis sie braun werden.

Die Rellenitos dann heiß mit Zucker servieren – guten Appetit. 

 

 

Das Land Guatemala

 

Guatemala ist ein kleines Land in Mittelamerika im Süden der Halbinsel Yucatán in dem sich die Einwohner selbst die „Maismenschen“ nennen. Der Name Guatemala leitet sich vom toltekischen Wort Cuauhtemallan ab, was soviel wie ‘Erde der Bäume verrottet’ bedeutet. Guatemala grenzt im Südosten an Honduras, im Süden an El Salvador, im Norden an Mexiko und im Osten an Belize. Guatemala hat zwei Küsten, im Osten einen schmalen Zugang zum Karibischen Meer und im Südwesten die Pazifikküste.

 

Die Hauptnahrung der Bewohner ist Bohnen, Mais (Tortillas) und Reis. Getrunken wird meist Kaffee mit viel Zucker, da Kaffe und Zucker die beiden Haupt-Agrarprodukte sind. Generell enthalten die Speisen, vor allem Backwaren hier sehr viel Zucker – dafür gibt es in Guatemala fast kein gutes Brot, nur Weißbrot, das kaum Nährstoffe enthält. Dafür kann man ergänzend zu den normalen Speisen den ganzen Tag frisches Obst essen, das alles aus Guatemala kommt; Orangen, Bananen, Ananas, Mangos, Äpfel, Papaya, Melonen, Erdbeeren, Trauben, und viele andere.

 

 

Rezept von Fabian Pollesböck

Sozialdienst in Santa Rosita vom 01.02.2007 bis zum 31.01.2008

 

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